Weihnachtsfeier Frauenselbsthilfegruppe

14.12.2017

Ein geselliger vorweihnachtlicher Nachmittag der Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs in der urgemütlichen "Dorfkneipe" des Regionalmuseums Leben und Arbeiten ist nun schon fester Bestandteil der allmonatlichen Treffen.

Vorsitzende Gerlinde Ernst freute sich, so viele Mitglieder und als gern gesehenen Gast die ev. Pfarrerin Bärbel Ruf-Körver begrüßen zu können. Zum bunten Programm wollten auch Mitglieder der Autorengruppe Mittelrhein e. V. beitragen, und gemeinsames Singen unterstützte der unverwüstliche Adolf Krämer aus Niederwallmenach mit seinem Akkordeon. "St. Nikolaus war schon da", bemerkte Gerlinde Ernst; denn an sämtlichen Plätzen fand man einen hübsch gebastelten Nikolaus mit flüssigem Inhalt und weitere kleine Geschenke. Viel anerkennendes Lob ernteten auch der Kaffee aus fairem Handel und die diesmal von Museumsleiterin Dorothee Ott selbst gebackenen Kuchen und Torten. Und noch während man sich frohgelaunt diesen Genüssen widmete, "schummelte sich die Pfarrerin vor" und stellte eine wahre Begebenheit aus der Pfarrei Höhr-Grenzhausen vor. Hier hatte ein anonymer Spender ein Nikolausgeschenk vor die Tür gestellt, das zunächst mit großen Misstrauen aufgenommen wurde. Erst nach und nach verwandelte sich der Argwohn in Freude über einen unbekannten Mitbürger guten Willens. "Wir finden es immer wieder schön in dieser Museumskneipe", versicherte Michael Dietz aus Bingen als Vorsitzender der Autorengruppe Mittelrhein, der wie Ruth Vogel aus Weisel aus eigenen Werken las. Besonders gefiel ihre Erzählung "Wie Haribo zu seinem Namen kam", die einem zugelaufenen Kätzchen ein literarisches Denkmal setzt. Nachdenklicher stimmte "Das Märchen von der geschenkten Zeit". Michael Dietz stellte Hubert Ruoffs Gedanken über das Wort "Halten" vor und setzte sein "Put, Put, Put" dagegen. Seine hübsche Glosse "Die Ameise" rief Erinnerungen an den geistreichen Spötter Mark Twain wach. Man erfuhr auch die schaurige Mär von den "7 Jungfrauen von Oberwesel" und durfte über den Plural von "Nikolaus" nachsinnen, doch im weiteren Verlauf des Nachmittags lockte Adolf Krämers Akkordeon zum gemeinsamen Singen zahlreicher Advents- und Weihnachtslieder. Die Ausrede vom vergessenen Text zog hier nicht, denn die Damen hatten eine ausreichende Anzahl von Liedersammlungen mitgebracht und flugs ausgeteilt. "Ein schöner Tag", so sang man gemeinsam, und dann verteilte Gerlinde Ernst mit herzlichem Dank "Herzkissen" an die beiden Autoren und die Museumsleiterin. Am kommenden Mittwoch fährt die Frauenselbsthilfegruppe mit eigenen Wagen nach Braubach, wo "La Paloma" um 14.45 Uhr zu einer winterlichen Rheintour startet. (tt)